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Austauschtreffens zwischen den Öko-Modellregionen und Vertretern der CSU im Landkreis Tirschenreuth

22.02.2020
 Austauschtreffens zwischen den Öko-Modellregionen und Vertretern der CSU im Landkreis Tirschenreuth

Regional ist mindestens genauso wichtig wie Bio. Das war die Kernaussage des Austauschtreffens zwischen den Öko-Modellregionen und Vertretern der CSU im Landkreis Tirschenreuth. Landratskandidat Roland Grillmeier sowie mehrere weitere Vertreter aus verschiedenen Ortschaften sprachen in der Geschäftsstelle der Steinwald-Allianz mit Vertretern aus Steinwald und Stiftland über Ziele, Erfolge und auch Schwierigkeiten der Öko-Modellregionen. 

Es hat sich in der Steinwaldallianz seit ihrer Gründung sehr viel getan, so Allianz-Manager Martin Schmid. Er berichtete von den vielen Projekten, die bereits auf den Weg gebracht wurden. Die Bio-Rindfleischburger beispielsweise seien der Renner auf Messen und mit Mohnöl und -mehl aus dem Steinwald habe man begehrte Nischenprodukte geschaffen. Wichtig sei in jedem Fall, "dass auch Bio drin ist, wo Bio drauf steht", so Schmid in seinen Ausführungen. 

Erbendorfs Bürgermeister und Vorsitzender der Steinwald-Allianz, Hans Donko, sah die Kernaufgabe der Modellregionen darin, Bio-Landwirte zu unterstützen, neue Absatzmärkte zu generieren und das Bewusstsein für biologisch erzeugte Lebensmittel aus der Region zu schärfen. Mit 17 Gemeinden habe man sich als Verbund in dieser Aufgabe stark platziert. Das Stiftland stehe hingegen noch ganz am Anfang dieses Weges. "Vor wenigen Jahren haben wir als traditionell landwirtschaftlich geprägte Region noch nicht den Bedarf gesehen", erklärte Roland Grillmeier. Auch Markus Frank von der Öko-Modellregion Stiftland sah noch deutliches Entwicklungspotenzial. 

Wichtige Themen in der anschließenden Diskussion waren unter anderem die Vermarktung der Bio-Lebensmittel und der Tourismus in der Region. Über Regionalmärkte, Gastronomie, kommunale und kirchliche Einrichtungen sowie eine Onlineplattform sollen die Erzeugnisse künftig unter die Leute gebracht werden. Hans Walter griff in der Diskussion den mobilen Dorfladen auf. Mit dem modern und funktional eingerichteten Fahrzeug sei es möglich, in Ortschaften wie Reuth oder Altköslarn die regional erzeugten Produkte anzubieten. Dieses Angebot müsse man besser ausbauen und bewerben. Mit großer Freude sehe er, wie der mobile Dorfladen in den zwei Ortschaften der Gemeinde Kastl angenommen werde. „Man darf dabei nicht nur den Verkauf von Produkten im Auge haben, sondern auch den sozialen Aspekt“, so Walter, der betonte, dass hier einer neuer Gemeinschaftspunkt in den Ortschaften geschaffen wurde, wo Menschen zusammenkommen und sich austauschen können. 

Ein weiteres Thema, das Hans Walter in den Gedankenaustausch zur Weiterentwicklung der Steinwaldallianz und der IKOM Stiftland einbrachte, war der Tourismus. Wie gerne die Menschen in die Region kommen, könne man regelmäßig feststellen. Deshalb sei er der Ansicht, dass die Natur und zum Teil auch die Geschichte der Region in ein eigenes Konzept zur Förderung des Tourismus und des Images eingeschlossen werden sollten. Denn diese Themen spielen sich heute nicht nur im Bayerischen Wald oder im Umfeld der bayerischen Königsschlösser ab, sondern auch bei uns in der Region, so Hans Walter. Dabei habe man mit dem Kloster Speinshart, dem Rauhen Kulm, dem Hessenreuther Wald, der Waldecker Burg, dem Steinwald und dem Fichtelgebirge in bester Nachbarschaft Potenziale, die man entdecken und heben müsse. In den kommenden Jahren solle man sich deshalb Gedanken machen, an welchen Schrauben die Gemeinden in der Region drehen können. 

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