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JU übergibt Anträge

22.02.2020
JU übergibt Anträge

Die voranschreitende Digitalisierung bietet zunehmend mehr Möglichkeiten – aber es ist gut zu wissen, wie der Einzelne die Technik einsetzen kann. Dieses Thema beschäftigt auch Felix Kirchberger, den Vorsitzenden der Jungen Union Kastl. In zwei Anträgen an Bernd Sibler, dem bayerischen Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, skizzierte er im Namen der Nachwuchsorganisation seine Erwartungen an die Regierung.

„Die auf Basis der Digitalisierung und durch das Internet of Things entwickelte künstliche Intelligenz zeigt bereits heute ihre Ausprägungen. In verschiedenen Bereichen wird sie heute schon eingesetzt, aber von den wenigsten noch aktiv wahrgenommen. Autonomes Fahren, On-demand Production und personalisierte Finanzplanung sind nur einige bekannte Beispiele“, so Kirchberger im Gespräch mit Bernd Sibler bei seinem Besuch in Kastl (wir berichteten).  

Vor dem Hintergrund der makroökonomischen Aspekte fordert er nun, bei jedem Studiengang an einer Fachhochschule oder technischen Hochschule das Thema „Künstliche Intelligenz“ voranzutreiben, um jedem Studenten einen Überblick zu diesem Thema der Zukunft geben zu können.

Dieser Online-Kurs soll auf der bereits etablierten Plattform der virtuellen Hochschule Bayern geschaffen werden. „Dieser Kurs soll für jeden Bürger des Freistaates zugänglich gemacht werden, damit jedem die Chance geboten werden kann, sich neben der beruflichen Tätigkeit mit diesem umfangreichen Themengebiet zu beschäftigen und weiterzubilden“, führte Kirchberger an.

In einem weiteren Antrag an die Staatsregierung sollen die steuerlichen Aspekte der Erst- und Zweitausbildung gleichgestellt werden. Nach aktueller Steuerrechtslage kann jeder zunächst seine Ausbildung- und Seminarkosten von der Steuer absetzen. Das gilt für die Erstausbildung genauso wie für jede weitere Ausbildung. „Der Unterschied wird erst dann deutlich, wenn es darum geht, wie viel der Einzelne steuerlich geltend machen darf und ob diese Kosten Sonderausgaben oder Werbungskosten sind“, so Kirchberger.

Seiner Meinung nach sollten diese Ausbildungsarten steuerlich gleichgestellt werden, vor allem, wenn jemand neben seiner Erstausbildung noch weitere Kurse im Bereich der Digitalisierung bzw. von 4.0 belegt, um sich bei diesem Thema für die Zukunft gut aufzustellen.

„Auch der Bundesfinanzhof hat bereits entschieden, dass die Kosten eines Erststudiums oder einer Erstausbildung direkt nach dem Schulabschluss nicht nur als Sonderausgaben, sondern auch als vorweggenommene Werbungskosten abgesetzt werden können“, erklärte Kirchberger. Jetzt sei die Politik am Zug, die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen. Diese Gesetzesänderung würde vor allem der jüngeren Bevölkerung zugutekommen, die in einer Erstausbildung steht und sich bereits hier dem Wandel der Zeit stellen will.

#Allgemein#Standpunkte
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