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MdB Rupprecht in Kastl

28.01.2017

Stromtrasse großes Thema

Der Bau von Stromtrassen wurde von der großen Politik beschlossen. Nun muss vor Ort ein Weg gefunden werden, um die Pläne realisieren zu können. Bislang wurde davon ausgegangen, dass diese Trassen entlang der Autobahnen verlegt werden können, nachdem nach massiven Protesten beschlossen wurde, dass die Leitungen in die Erde kommen. Seit längerem ist nun bekannt, dass eine der möglichen Trassen auch durch das Gemeindegebiet von Kemnath und Kastl gehen könnte. In einer Sitzung im Oktober lud der CSU Ortsverband MdB Albert Rupprecht ein, um mit ihm über die Thematik zu sprechen. Dabei machten die örtlichen CSU Vertreter mehr als deutlich, dass sie die Planungen von Tennet, die für den Bau verantwortliche Firma, ablehnen. „Die Leitung durch den Gemeindebereich wird in der Realität nicht funktionieren“, so Bürgermeister Josef Etterer und CSU Ortsvorsitzender Hans Walter, da zu viele örtliche Faktoren wie aktuelle und künftige Wohn- und Industriegebiete, Wasser- und Naturschutzgebiete nicht ausreichend berücksichtigt worden sind. Besonders kritisch sah man die Nähe zu den Wohnbebauungen im Bereich Senkendorf, Löschwitz und Reuth sowie Neuenreuth. Für Fragezeichen sorgte der mögliche Verlauf vor allem auch zwischen Kastl und Altköslarn/Neuenreuth in dem unter anderem die örtliche Bauschuttdeponie beachtet werden muss. Keine Beeinträchtigungen darf es in diesem Bereich auch für eine mögliche Erweiterung des Baugebiets am Kastler Berg und Lettenwiese in Richtung Osten in den kommenden Jahren geben. Kein Verständnis hatten die Sitzungsteilnehmer, dass an vielen Stellen vom günstigen Streckenverlauf entlang der Autobahnen abgewichen wurde. Ebenso machten sie deutlich, dass versucht werden müsse, die Trassen bei bestehenden Leitungen mit einbringen zu können, um den zusätzlichen Flächenverbrauch in Grenzen zu halten.

Rupprecht informierte in der Runde umfassend und hob heraus, dass die Erdverkabelung ein enormer Meilenstein in der Diskussion um die Stromtrassen ist. Nun gehe es darum, einen Weg vom Norden nach Süden zu finden, der am wenigsten belastend ist. „Ich verstehe die Leute, die diese Trasse ablehnen, denn wir leben nicht mehr in einem Jahrzehnt wo der Staat der Bevölkerung alles Mögliche vor die Haustüre hinbauen kann. Dennoch wollten wir die Energiewende und müssen nun mit den Herausforderungen umgehen können“, so der Abgeordnete. Auch er forderte eine mehr als ausreichende Begründung warum an vielen Stellen nicht entlang der Autobahnen gebaut werden kann. Im Bezug auf die Landwirte betonte Rupprecht, dass auch diese einen nachhaltigen Ausgleich bekommen müssen. Weiterhin informierte er, dass Tennet in den kommenden Monaten die örtlichen Begebenheiten prüfen wird. Hierzu wäre es ratsam, den Planern vorab alle relevanten Themen im Bezug auf Wohn- und Industriebebauung sowie Natur-, Wasser- und Landschaftsschutz mitzuteilen.

Eine Liste mit entsprechenden Punkten wurde im Ortsverband ausgearbeitet und an die Gemeinde bzw. an Tennet weitergeleitet. Weiterhin appellierten Bürgermeister Josef Etterer und CSU Ortsvorsitzender Hans Walter an Albert Rupprecht auch in den kommenden Monaten das Thema Stromtrassen an oberster Stelle zu behandeln und eine für alle Seiten vertretbare Lösung zu finden.

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