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Wasserpreis trotz Erhöhung vertretbar

27.03.2019

In seiner Funktion als Gemeinderat berichtete CSU-Ortsvorsitzender Hans Walter in der Jahreshauptversammlung von der Arbeit im Gemeinderat. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der Wasserversorgung.

2018 standen die umfassenden Sanierungsmaßnahmen am Tiefbrunnen 1 und am alten Hochbehälter an. Das berichtete CSU-Ortsvorsitzender Hans Walter in der Jahreshauptversammlung von der Arbeit im Gemeinderat. In den Zeiten, in denen Wasser ein immer kostbareres Gut werde, sei eine moderne und erstklassige kommunale Wasserversorgungsanlage ein unvorstellbarer Mehrwert für Kastl.

Der Anstieg des Wasserpreises von bislang 90 Cent auf nun 1,20 Euro und die Einführung einer Zählergebühr von 20 Euro sind in den Augen des Gemeinderates mehr als vertretbar. Denn trotz der massiven Investitionen sei dies im Vergleich zu umliegenden Kommunen überaus günstig. Teilweise hätten diese Gemeinde die Sanierungen noch vor sich.

Als Glücksfall für Kastl bezeichnete er die Möglichkeit, das Abwasser in die Kemnather Kläranlage einzuleiten. 1,63 Euro je Kubikmeter gingen hier auch in Ordnung. Müsste die Gemeinde eine eigene Kläranlage betreiben, wäre der Preis um ein vielfaches höher, gab Walter zu bedenken.


Ein großer Vorteil sei, dass Kastl eine der ersten Kommunen war, bei der der Ausbau des "schnellen Internets" erfolgte. Dadurch eröffneten sich zahlreiche Chancen, denn durch die fortschreitende Digitalisierung sei der schnelle Zugang zur Datenautobahn genauso essenziell wie ein klassischer Stromanschluss.

Erfreulich seien auch die Zusagen des Straßenbau- und des Landratsamtes für eine Abbiegehilfe auf der Staatsstraße 2665 in Höhe der Zufahrt nach Unterbruck. Nach fast zwei Jahren sei vor wenigen Wochen ein tragfähiger Kompromiss gefunden worden. Walter dankte dafür den Abgeordneten Tobias Reiß und Albert Rupprecht für ihre Unterstützung, Bürgermeister Josef Etterer für dessen Hartnäckigkeit sowie bei Landrat Wolfgang Lippert für seinen guten Willen. Dennoch halte die CSU an der Forderung nach Tempo 80 und einem Überholverbot in diesem Bereich fest.

Im Sommer 2018 konnte nach längerer Vorlaufzeit mit der Neugestaltung des Vorplatzes am Bergkreuz begonnen werden. Im Herbst seien das Holzkreuz und der Christuskorpus entfernt worden, seitdem laufe die Maßnahme, bei der auch drei Infotafeln mit dem von Silvio Schömann und David Lenk vorgeschlagenen neuen Gemeindelogo aufgestellt werden. Die beauftragte Werbeagentur werde die Tafeln über Kastl und die Radwanderwege in der Region erstellen.

Weitere Projekte waren die Modernisierung der Heizungsanlage der Mehrzweckhalle und des großen Außenspielgerätes im Kindergarten. Das moderne Spielgerät ist bestellt und wird noch im Frühjahr aufgestellt. Ebenso standen der neue Traktor für den Bauhof und der neue Kleinbus für das Kinderhaus Pusteblume auf der Agenda.

Ärgerlich ist für Walter die Tatsache, dass viele aktuelle Förderprogramme in erster Linie auf finanzschwache Kommunen ausgerichtet sind. Diese Praxis müsse eindeutig überdacht werden. Es könne nicht sein, dass Gemeinden, die über lange Jahre zielstrebig und konsequent ihre finanziellen Hausaufgaben gemacht haben, im Prinzip bestraft werden.

(Quelle: "Der Neue Tag")

#Gemeinderat
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